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Knotenpunkt 17 x Urban Spree

Das KNOTENPUNKT Festival 2017 startet zusammen mit und bei Urban Spree in Berlin-Friedrichshain.

Artists:
Marcel Walldorf, Alexander Trattler, Pascal Kerouche, Johan Schäfer, Björn Holzweg, Elmar Lause Art, Doppeldenk, Alex Heide, Philipp Herfeldt, Nina Maria Küchler, Tizian Baldinger, Jan Kaláb, Michal Škapa

Das KNOTENPUNKT Festival, das die vergangenen vier Jahre mehr als 10.000 Besucher in Hamburg zusammenbrachte, wird 2017 erstmals zu einer städte- und länderübergreifenden Veranstaltungsreihe: An den Knotenpunkten Berlin, Wien, Köln und Leipzig wird ein wechselseitiger Austausch zwischen den verschiedenen Akteuren des aktuellen Kunstgeschehens entstehen. Vielfalt, Kunst und Dialog stehen im Fokus der Zusammentreffen.
Neben der Präsentation von zeitgenössischer Kunst, werden temporäre Installationen, Performances oder vor Ort gemalte Fassaden das Programm abrunden. In jeder Metropole wird darüber hinaus mit örtlichen Galerien und Kunstinstitutionen zusammengearbeitet. Mit den Kooperationspartnern der jeweiligen Städte URBAN SPREE (Berlin), RABBIT EYE MOVEMENT (Wien), CityLeaks Urban Art Festival (Köln) und krudebude (Leipzig) soll es zu langfristigen Vernetzungen kommen, die über die eigene Stadt hinausgehen. Kunst und Kultur wird im Sinne des Festivals als ein dynamisches Gewebe verstanden, das geografische und disziplinäre Grenzen überwindet und allein in Verbundenheit gelingt.

Zum Ende der Festivalserie, laufen die gewobenen Fäden in der Hamburger Affenfaust Galerie zu einem bunten Knoten zusammen.

http://www.knotenpunkt.net/

Das Kunst- und Kulturhaus URBAN SPREE widmet sich auf 1.700qm urbanen Kulturen mit einem vielseitigen Programm. Hier finden neben Künstlerresidenzen, Konzerten und Workshops jeden Monat wechselnde Ausstellungen statt. Gemeinsam gestaltete Projekte und ein lebendiger Austausch zwischen KünstlerInnen bieten viel Raum zum Experimentieren.

FB Event



Tamikrest – Kidal Tour

Tamikrest bedeutet so viel wie „Knotenpunkt“ oder „Bündnis“ in der Sprache der Kel Tamashek, einem traditionellen Nomaden-Volk aus der Sahara, das auch die Tuareg genannt wird. Es ist ein passender Name für eine Band, die so erfolgreich die Werte ihrer zeitlosen Kultur mit den Klängen und Visionen, die sie bei ihren Reisen auf den Konzertbühnen und iPods dieser Welt kennengelernt hat, verbindet. Spuren von Dub, Blues, Psychedelia, Funk und sogar Art-Rock fließen in Tamikrests moderne Interpretation der traditionellen Tuareg-Musik.

Seit Jahren schon lenken sie unter einem beachtlichen Medienecho den Fokus des Westens auf ihre bedrohte Kultur. Auch auf dem neuen, ihrer Heimat im Nordosten Malis gewidmeten Album „Kidal“ (Glitterbeat, März 2017) geht es um die Zustände dort. Die Band spricht sich auf „Kidal“ gegen Unterdrückung, aber auch für Hoffnung, Durchhaltevermögen und Freiheit aus. Aufgenommen wurde in Bamako zusammen mit dem Produzenten Mark Mulholland von Tony Allens Afro-Haitian Experimental Orchestra. David Odlum, der für seine Zusammenarbeit mit Tinariwen bereits mit einem Grammy ausgezeichnet wurde, steuerte den Mix bei.
Seit die Band 2006 internationale Bühne betrat, leidet ihr Heimatland unter zunehmend gravierenden Problemen. Die Musiker stammen ursprünglich aus Kidal im Nordosten Malis, leben nun aber aufgrund von Krieg, Verfolgung und politischem Kollaps im Exil in Algerien. Während Tamikrest ihre musikalischen Träume verwirklichen konnten, wurden sie, ihre Familien und Freunde aufgrund brutaler Sharia-Gesetze zu Flüchtlingen.
Schon auf „Chatma“ (Glitterbeat 2013), das auf Platz 1 der europäischen World Music Charts und zahlreichen Jahresbestenlisten renommierter Musikmagazine wie Mojo, The Quietus und The Independent landete, hat die Band diese Erfahrungen eindrucksvoll verarbeitet. Auf Tamashek heißt „Chatma“ so viel wie „Schwester“ und so findet sich auf dem Album Musik zwischen Desert Blues und großer Poesie über Leid und Verlust, Melancholie und Zuversicht, gewidmet den Tuareg-Frauen, die in der Krise Malis das moralische Rückgrat der Familien bilden.
2014 wurde Tamikrest als Beste Gruppe bei den Songlines Music Awards ausgezeichnet und mit dem Live-Album „Taksera“ unterstrichen sie ihren Ruf als exzellente Live-Band.
Tamikrest eroberten in den vergangenen Jahren schon die Herzen vieler Besucher auf zahlreichen Festivals wie Flow Helsinki, Roskilde, Fusion, InMusic, Colours of Ostrava, Oya, Le Guess Who?, North Sea Jazz und Latitude.
Auch auf ihrer erfolgreichen „Kidal“ Release-Tour im Frühling 2017 mit insgesamt 27 Konzerten begeisterten sie europaweit. Tamikrest sind in absoluter Bestform und werden ihrem Ruf als eine der innovativsten Bands Westafrikas mehr als gerecht.

+ DJ: Sister Spinster + Band: aJan